DHB Frauennationalmannschaft

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Groener mit 17 Spielerinnen zur WM


Bundestrainer gibt Aufgebot bekannt / Letztes Heimländerspiel am 21. November gegein Stuttgart

Der Kader für den Höhepunkt des Jahres steht: Genau einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft in Japan (29. November bis 15. Dezember) hat Bundestrainer Henk Groener das Aufgebot für die Endrunde in Kumamoto bekannt gegeben. Insgesamt 17 Spielerinnen werden ab Montag, 18. November, in Steinbach in die unmittelbare WM-Vorbereitung starten. Zentraler Teil der Vorbereitung in Deutschland wird das letzte Länderspiel am Donnerstag, 21. November, um 19 Uhr in der SCHARRena Stuttgart gegen Montenegro sein (Karten unter dhb.de/tickets).

Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart, sagt: „Wir wünschen den Handball-Frauen in der schönen SCHARRena viel Erfolg für ihr letztes Länderspiel vor der Weltmeisterschaft. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter sind begeisterte Handballfans, sie werden die deutschen Handball-Frauen nach Kräften unterstützen und ihnen eine große Portion Selbstvertrauen für die WM in Japan mitgeben." Die Partie gegen Montenegro wird das zweite Länderspiel in der SCHARRena Stuttgart sein. Im März 2018 gewann die DHB-Auswahl gegen Spanien vor 1.735 Zuschauern deutlich mit 33:24.

Angeführt wird das 17 Spielerinnen umfassende WM-Aufgebot von Kapitänin Kim Naidzinavicius, die am vergangenen Samstag beim TAG DES HANDBALLS in Hannover ihr 100. Länderspiel bestritt. 12 der 17 Spielerinnen waren schon bei der EHF EURO 2018 in Frankreich dabei.

Henk Groener: „Wir sind mit der Mannschaft bei der EM einen guten ersten Entwicklungsschritt bei einem Großturnier gegangen. Durch die Kontinuität im Kader in den vergangenen Monaten wollen wir bei der WM in Japan weiter zusammenwachsen und uns die Teilnahme an einem Olympiaqualifikationsturnier erarbeiten.“

Auf der Torhüter-Position nominierte das Trainerteam um Bundestrainer Groener, Co-Trainerin Heike Horstmann und Torwarttrainerin Debbie Klijn drei Spielerinnen. Neben dem etablierten Torhüter-Duo Dinah Eckerle und Isabell Roch, wird Ann-Cathrin Giegerich vom Thüringer HC als dritte Frau im Kader der Nationalmannschaft stehen.

„Die Torhüter-Position ist die einzige, die wir im Falle eines kurzfristigen Ausfalls taktisch nicht auffangen können. Daher haben wir uns mit Blick auf die räumliche Distanz nach Kumamoto entschieden, drei Torhüterinnen zu nominieren“, sagt Groener.

Auf den Außen setzt das Trainer-Trio rechts auf das junge Gespann Amelie Berger/Jenny Behrend, die Flügelzange auf Linksaußen bilden Ina Großmann und Antje Lauenroth. Am Kreis vertraut Groener dem bekannten Trio Julia Behnke, Meike Schmelzer und Luisa Schulze.

Der Rückraum der deutschen Frauen-Nationalmannschaft ist variabel zusammengesetzt. Neben Kapitänin Naidzinavicius sind Mia Zschocke, Alina Grijseels und die beiden Linkshänderinnen Alicia Stolle und Maren Weigel dabei. Emily Bölk und Shenia Minevskaja komplettieren den DHB-Rückraum. Insgesamt acht Spielerinnen werden in Japan erstmals WM-Luft schnuppern.  

Die Reise nach Asien startet für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft unmittelbar nach dem Länderspiel gegen Montenegro am Freitag, 22. November. An diesem Tag geht der Flieger von Frankfurt am Main über Tokio nach Tokushima, wo die DHB-Auswahl die letzten Vorbereitungstage verbringen wird.

Am Donnerstag, 28. November, reisen Naidzinavicius, Behnke & Co. in den Vorrundenspielort Kumamoto, wo zwei Tage später zum WM-Auftakt Brasilien wartet. Es folgen weitere Gruppenspiele gegen Australien (1. Dezember), Dänemark (3. Dezember), Frankreich (4. Dezember) und Südkorea (6. Dezember). Die besten drei Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde.


Das WM-Aufgebot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: 

Tor: Dinah Eckerle (SG BBM Bietigheim), Isabell Roch (BVB 09 Dortmund), Ann-Cathrin Giegerich (Thüringer HC)
Feld: Amelie Berger (SG BBM Bietigheim), Alina Grijseels (BVB 09 Dortmund), Meike Schmelzer (Thüringer HC), Julia Behnke (Rostov Don/RUS), Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim), Mia Zschocke (TSV Bayer 04 Leverkusen), Emily Bölk (Thüringer HC), Ina Großmann (Thüringer HC), Maren Weigel (TuS Metzingen), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Jenny Behrend (VfL Oldenburg), Shenia Minevskaja (Brest Handball/FRA), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim), Alicia Stolle (Thüringer HC)

Aktuelle Termine

  • 31.10.19: Ende Akkreditierungsfrist WM der Frauen in Japan
  • 20.11.19: Medientermin Frauen-Nationalmannschaft in Steinbach
  • 21.11.19: Länderspiel Frauen Deutschland - Montenegro in Stuttgart
  • 30.11.-15.12.19: Weltmeisterschaft Frauen in Japan
  • 04.01.20: Länderspiel Männer Deutschland - Island in Mannheim
  • 06.01.20: Länderspiel Männer Österreich - Deutschland in Wien
  • 09.-26.01.20: EHF EURO 2020 Männer in Norwegen, Österreich und Schweden

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Klarer Sieg gegen Kroatien

32:23-Sieg gegen Kroatien / Gelungener Abschluss zum Tag des Handballs

Nach zwei Unentschieden verzeichnen die DHB-Frauen am Tag des Handballs in Hannover einen deutlichen Sieg gegen Kroatien. Drei Tage nach dem 21:21 in Zagreb gewann die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener souverän mit 32:23 (16:11) und präsentierte sich mit Blick auf die Weltmeisterschaft in Japan (30. November bis 16. Dezember) in deutlich verbesserter Form.

"Die Kulisse war toll, und wir haben über 30 Tore erzielt, zudem hat speziell Kim Naidzinavicius in ihrem Jubiläumsspiel eine deutlich bessere Leistung gezeigt als am Mittwoch", bilanzierte Groener, "Ich bin also generell zufrieden, wir haben aber noch einige Herausforderungen vor uns, obwohl wir heute schon vieles gut umgesetzt haben."

Der Blick des Trainers geht natürlich schon Richtung Dezember: "Wir haben jetzt noch zwei Wochen direkte WM-Vorbereitung und beim Turnier kann sich ja auch noch einiges entwickeln. Wir haben ein junges Team, und das muss noch viel dazulernen. Aber wir wissen auch, dass in der Vorrunde starke Gegner auf uns warten."

Beste Werferinnen in Hannover waren Alicia Stolle und Antje Lauenroth mit je sechs Treffern sowie Emily Bölk, die fünf Mal traf. Zudem feierte Kapitänin Kim Naidzinavicius ihr 100. Länderspiel und erwies sich als treffsichere Schützin vom Siebenmeter. 

Aktuelle Termine

  • 23.10.19: Länderspiele Männer und Frauen gegen Kroatien in Zagreb
  • 26.10.19: TAG DES HANDBALLS in Hannover mit Länderspielen Männer und Frauen gegen Kroatien
  • 31.10.19: Ende Akkreditierungsfrist WM der Frauen in Japan
  • 21.11.19: Länderspiel Frauen Deutschland - Montenegro in Stuttgart
  • 30.11.-15.12.19: Weltmeisterschaft Frauen in Japan
  • 04.01.20: Länderspiel Männer Deutschland - Island in Mannheim
  • 06.01.20: Länderspiel Männer Österreich - Deutschland in Wien
  • 09.-26.01.20: EHF EURO 2020 Männer in Norwegen, Österreich und Schweden

 

ECKERLE: "ES WAR EIN GUTER AUFTAKT"

1.837 Zuschauer sehen Qualifikationsauftakt/Die Highlights aus Coburg

Geglückter Auftakt in die EM-Qualifikation: 70 Tore sahen die Fans in der HUK COBURG arena bei der Partie der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen Weißrussland. Ein Rückblick auf 60 ereignisreiche Minuten.

Bereits am Sonntag steht für die DHB-Auswahl das erste Auswärtsspiel in der EHF EURO-Qualifikation auf dem Programm: In Pristina trifft Deutschland auf den Kosovo. Sportdeutschland.TV überträgt die Partie ab 20 Uhr live via dhb.de/livestreams.

 

WM-Generalprobe in SCHARRena Stuttgart


Letzter Test in Deutschland/Zweites Länderspiel in der SCHARRena Stuttgart

Der WM-Vorbereitungsplan der Frauen-Nationalmannschaft gewinnt immer weiter an Konturen: Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener bestreitet am Donnerstag, 21. November, in Stuttgart ihren letzten WM-Test auf deutschem Boden. Gegner in der SCHARRena wird Montenegro sein, Anwurf ist um 18.45 Uhr.

Karten für die WM-Generalprobe in Schwaben sind ab Mittwoch, 25. September, 12 Uhr über dhb.de/tickets sowie die Hotline 01806/997723 (0,20 Euro/Anruf inklusive MwSt. aus dem deutschen Festnetz, maximal 0,60 Euro/Anruf inklusive MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) und an allen Eventim-Vorverkaufsstellen erhältlich. Außerdem bieten der Deutsche Handballbund und der Handball-Verband Württemberg für die Partie eine Team-Ticket-Aktion an, die unter dhb.de/teamticket erhältlich ist.

„Wir freuen uns, vor der WM noch einmal vor heimischer Kulisse zu spielen, um mit Schwung nach Japan zu reisen“, sagt Bundestrainer Henk Groener. „Montenegro ist ein starker Gegner, der uns alles abverlangen wird. Solche hochkarätigen Tests brauchen wir auf unserem Weg zur WM.“

Bei der Partie in Stuttgart treffen zwei WM-Teilnehmer aufeinander: Die Montenegrinerinnen qualifizierten sich auf dramatische Weise für die Weltmeisterschaft in Japan (29. November bis 15. Dezember). Nach einer 24:26-Niederlage in Tschechien, siegte Montenegro mit 25:23 vor eigener Kulisse, sodass am Ende die Auswärtstorregel die WM-Qualifikation entschied.

In der Vorrundengruppe C spielt die montenegrinische Auswahl, Olympiazweiter von 2012, gegen Rumänien, Ungarn, Spanien, Senegal und die Demokratische Republik Kongo. Zuletzt kreuzten sich die Wege beider Mannschaften bei der EM 2014 in Kroatien. Dieses Duell gewann Montenegro mit 27:20 und krönte sich am Ende zum Europameister.

Die SCHARRena in Stuttgart war bisher einmal Schauplatz eines Frauen-Länderspiels. Im März 2018 gastierte die DHB-Auswahl beim Länderspiel-Debüt von Bundestrainer Henk Groener in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs. Damals gewannen Julia Behnke, Dinah Eckerle & Co. gegen Spanien vor 1.735 Zuschauern in überzeugender Manier mit 33:24.

„Die Stuttgarter haben das Spiel der Handball-Frauennationalmannschaft gegen Spanien im letzten Jahr noch in bester Erinnerung und wünschen für das diesjährige Testspiel vor der WM viel Erfolg. Die SCHARRena bietet optimale Rahmenbedingungen“, führt Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport aus. Gleichzeitig sicherte er der Nationalmannschaft die erneute Unterstützung des Publikums zu: „Die Stuttgarter sind handballbegeistert und werden wieder für eine tolle Stimmung in der SCHARRena sorgen.“
 
Mit dem Länderspiel gegen Montenegro steht außerdem der Vorbereitungsplan der Frauen-Nationalmannschaft vor der Weltmeisterschaft in Japan. Am Montag, 18. November, starten die DHB-Frauen in Steinbach in die unmittelbare WM-Vorbereitung.
 
Nach der Partie in Stuttgart reist die DHB-Delegation am Freitag, 22. November, zu einem einwöchigen Lehrgang ins japanische Tokushima. Am 28. November geht die Reise weiter in den WM-Spielort Kumamoto.
 
Ihren WM-Auftakt bestreitet die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener am 30. November gegen Brasilien (7 Uhr MEZ). Es folgen weitere Gruppenspiele gegen Australien (1. Dezember), Dänemark (3. Dezember) und Frankreich (4. Dezember). Zum Vorrundenabschluss wartet Südkorea auf Deutschland (6. Dezember). 
 
Der WM-Vorbereitungsplan der Frauen-Nationalmannschaft im Überblick:
18. November: Vorbereitungsstart in Steinbach
21. November: Deutschland – Montenegro in Stuttgart
22. November: Abflug zum Vorbereitungslehrgang nach Tokushima
28. November: Ankunft im WM-Spielort Kumamoto
30. November: WM-Auftakt gegen Brasilien

Aktuelle Termine

  • 25.09.19: Auftakt Qualifikation EHF EURO 2020 Frauen mit Deutschland - Weißrussland in Coburg
  • 29.09.19: Qualifikation EHF EURO 2020 Frauen mit Kosovo - Deutschland in Pristina
  • 23.10.19: Länderspiele Männer und Frauen gegen Kroatien in Zagreb
  • 26.10.19: TAG DES HANDBALLS in Hannover mit Länderspielen Männer und Frauen gegen Kroatien
  • 31.10.19: Ende Akkreditierungsfrist WM der Frauen in Japan
  • 21.11.19: Länderspiel Frauen Deutschland - Montenegro in Stuttgart
  • 04.01.20: Länderspiel Männer Deutschland - Island in Mannheim
  • 06.01.20: Länderspiel Männer Österreich - Deutschland in Wien

Frauen: Maren Baumbach neue Teammanagerin


38-Jährige löst Laura Steinbach ab/Erster Einsatz in Coburg

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat eine neue Teammanagerin: Maren Baumbach wird zukünftig die Geschicke rund um die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener auf der organisatorischen Ebene lenken. Die 38-Jährige folgt auf Laura Steinbach, die ihre Tätigkeit aus familiären Gründen (anstehende Geburt des zweiten Kindes Ende 2019) beendet.

 „Zunächst danken wir Laura Steinbach für ihre großartige Arbeit im vergangenen Jahr und wünschen ihr und ihrem Mann von Herzen alles Gute für die anstehende Geburt“, sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. „Wir freuen uns, mit Maren Baumbach eine ideale Nachfolgerin gefunden zu haben. Sie hat in ihrer sportlichen Karriere Erfahrungen auf höchstem Niveau gesammelt und kann diese gewinnbringend in die optimale Organisation der Mannschaft rund um die Länderspiele und Meisterschaften einbringen.“

Baumbach absolvierte in ihrer Laufbahn insgesamt 120 Länderspiele und erzielte dabei 341 Tore. 2007 gewann sie mit der Frauen-Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei der WM in Frankreich. Insgesamt war die Rückraumspielerin acht Jahre für die Frauen-Nationalmannschaft im Einsatz.

„Auf der Position der Teammanagerin mit den vielen organisatorischen Aufgaben ist internationale Erfahrung wichtig, damit die Mannschaft sich komplett auf die sportliche Leistung konzentrieren kann“, sagt Bundestrainer Henk Groener. „Das hat Laura hervorragend gemacht, wofür ich mich auch bei ihr bedanken möchte. Ich bin davon überzeugt, dass Maren die Arbeit von Laura nahtlos fortführen wird. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Auf Vereinsebene gewann Baumbach mit Kopenhagen im Jahr 2009 den Europapokal der Pokalsieger, außerdem feierte die Schwäbin mit Trier 2003 die Deutsche Meisterschaft. Neben ihrer Tätigkeit als Teammanagerin der Frauen-Nationalmannschaft arbeitet die ehemalige Spielmacherin als Lehrerin in der Nähe von Stuttgart.

 „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, als Teammanagerin die Frauen-Nationalmannschaft zukünftig zu begleiten“, sagt Baumbach. „Ich werde aufbauend auf die Arbeit von Laura meine Erfahrungen mit einbringen, sodass wir zusammen den bisher eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen werden.“

Ihre ersten Einsätze in der neuen Funktion hat Baumbach bereits in der kommenden Woche beim Auftakt in die EHF EUR-Qualifikation gegen Weißrussland in Coburg (Karten unter dhb.de/tickets) sowie beim wenige Tage später folgenden Auswärtsspiel im Kosovo.

Aktuelle Termine

  • 25.09.19: Auftakt Qualifikation EHF EURO 2020 Frauen mit Deutschland - Weißrussland in Coburg
  • 29.09.19: Qualifikation EHF EURO 2020 Frauen mit Kosovo - Deutschland in Pristina
  • 23.10.19: Länderspiele Männer und Frauen gegen Kroatien in Zagreb
  • 26.10.19: TAG DES HANDBALLS in Hannover mit Länderspielen Männer und Frauen gegen Kroatien
  • 31.10.19: Ende Akkreditierungsfrist WM der Frauen in Japan
  • 04.01.20: Länderspiel Männer Deutschland - Island in Mannheim
  • 06.01.20: Länderspiel Männer Österreich - Deutschland in Wien

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"Ab jetzt können wir uns mit Japan befassen" :Stimmen zum Spiel gegen Kroatien

Mit dem 25:21-Erfolg in Hamm/Westfalen haben sich die deutschen Handballerinnen nach dem 24:24 im Hinspiel in Kroatien am Mittwochabend das Ticket zur WM in Japan (30. November bis 15. Dezember) gesichert. Alle Beteiligten waren erleichtert, dass das nächste Ziel erreicht wurde.

Henk Groener, Bundestrainer: Beide Spiele muss man zusammen sehen. Ein großes Kompliment für beide Teams, die zweimal in hoher Temperatur 60 Minuten sehr schnell gespielt haben. Wir haben zu viele Fehler gemacht, aber erst einmal wir sind froh, dass wir bei WM dabei sind. Kroatien ist ein Handballland, und hat einen guten Job abgeliefert, sie haben nie aufgegeben. Wir mussten kämpfen, um unsere Tore zu erzielen, aber wir haben uns durchgesetzt. Der Schlüssel war, dass wir aggressiver in der Abwehr standen. Manchmal waren wir im Angriff zu hektisch, aber generell haben wir uns verbessert in den beiden Spielen, aber auch Kroatien hat sich seit der EM deutlich gesteigert. Wir brauchen unsere Zeit, denn die Mannschaft ist jung. Ich bin stolz, wie wir uns hier präsentiert hatten, am Sonntag waren wir enttäuscht, aber alles wurde besser, speziell die Abwehr und die Torhüter.

Für die Spielerinnen ist es wichtig bei einer WM dabei zu sein, das war der Druck, der auf uns lag. Die Erleichterung ist groß, denn im Hinspiel waren wir verunsichert, heute war es besser. Wir haben die Abwehr umgestellt, im Positionsangriff weiter schwer getan, weil wir teilweise zu überhastet den Abschluss gesucht haben. Wir selbst und Kroatien haben es uns nicht leicht gemacht. Dinah hat einen tollen Job gemacht, wir haben eine junge Mannschaft und sie musste ihrer Favoritenrolle gerecht werden, aber wir haben dem Druck standgehalten, haben das ganz ordentlich hinbekommen.

Meike Schmelzer: Wir hatten das Spiel fast über 60 Minuten im Griff, dennoch waren wir auch ein bisschen nervös. Ab jetzt können wir uns mit Japan befassen.

Dinah Eckerle: Wir haben heute deutlich besser gespielt als am Sonntag, aber es war ein echtes Kampfspiel bei richtig heißen Temperaturen. Da war es klar, dass einen die Kräfte am Ende einer langen Saison verlassen. Bis zur WM müssen wir vor allem die Abwehrfehler abstellen, speziell im Rückraum und bei Kreisanspielen.

Kim Naidzinavicius: Wir haben viele junge Spielerinnen, denen noch die Erfahrung fehlt, und es war eine lange Saison, in der viele von uns fast konstant 60 Minuten gespielt haben. Beide Faktoren haben sich heute gezeigt. Aber wir haben immer gekämpft und an uns geglaubt, das war entscheidend. Zudem war die Kulisse heute unglaublich. Immer wenn es eng wurde, hat das Publikum uns förmlich getragen. Schlüssel zum Erfolg war sicher die Abwehrleistung und die vielen Gegenstoßtreffer, die daraus resultierten. Wir kamen mit der kroatischen Abwehr besser zurecht als im Hinspiel. Es ist ein tolles Gefühl, jetzt bei einer WM dabei zu sein.

Nenad Sostaric, Nationaltrainer Kroatien: Ich habe beide Spiele im Blick und in beiden Spielen hatten wir einige Probleme. Viele Rückraumspielerinnen haben verletzt gefehlt, wir mussten unser Spiel ändern und spielen ohne Shooter aus neun Metern. Wir mussten mit den Mädchen tanzen, die wir haben. Wir haben beide Spiele gut gemacht, leider fehlte uns die Qualität im Abschluss. Heute haben wir 15 Würfe aus sechs Metern vergeben, in Koprivnica waren es zehn – mit der Hälfte davon hätten wir WM erreicht.

Deutschland hat fünf, sechs gute Werferinnen, wie Stolle, die auch aus elf Metern trifft. Wir sind im Umbruch, unser Ziel ist die EM-Qualifikation, und 2020 wollen wir unter die ersten Acht. Wir haben viele Talente, und sind auf dem richtigen Weg. Deutschland hat die talentierteste Mannschaft in ganz Europa mit tollen Shooter, guten Außen und starken Torhütern - und einen Trainer, der die niederländische Art ins Team bringt, Ich sehe Deutschland ganz oben in Europa in der Zukunft. Und nicht vergessen: In Deutschland gibt es mehr Handballer als Kroatien Einwohner hat. Wir haben fast nur Spieler aus der kroatischen Liga, das Niveau dort wird aber besser. Wir wollen uns weiterentwickeln. In Deutschland werden Männer- und Frauen-Nationalmannschaft gleich unterstützt, in Kroatien heißt es die Männer bringen das Geld und wir sind da, weil wir da sind. Hoffentlich schafft es Deutschland, sich für Olympia zu qualifizieren, das wünsche ich der Mannschaft von ganzem Herzen. 

Deutschland - Kroatien 25:21 (14:9). - Tore: Stolle (6), Bölk (4), Naidzinavicius (4), Großmann (3), Zapf (3), Schulze (2), Behnke (1), Smits (1), Schmelzer (1) für Deutschland - Blazevic (7/6), Milosavljevic (5), Debelic (3), Jezic (3), Turk (1), Karlovcan (1), Krsnik (1) für Kroatien. - Zuschauer: 2131 (ausverkauft)

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Spannendes Duell auf Augenhöhe

Das Team von Bundestrainer Henk Groener kam im Play-off-Hinspiel gegen Kroatien vor 2500 Zuschauern in Koprivnica zu einem 24:24 (10:11) und legte damit eine ordentliche Basis für das Rückspiel am kommenden Mittwoch, 5. Juni in Hamm/Westfalen (Anwurf 18.45 Uhr/live auf Sport1 - Karten unter dhb.de/tickets).

Der Bundestrainer war allerdings nicht ganz zufrieden mit seinen Schützlingen. "In der Abwehr waren wir zu passiv, im Angriff haben wir zu viele technische Fehler gemacht", sagte Groener: "Das war nicht genug, bis Mittwoch haben wir noch einiges aufzuarbeiten."

Beste deutsche Werferin war Kapitänin Kim Naidzinavicius vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim mit sechs Treffern, dreimal traf Alicia Stolle vom DHB-Pokalsieger Thüringer HC.

Mit einer Debütantin, einigen jungen Spielerinnen und etlichen Routiniers war Deutschland in Koprivnica angetreten, und die fehlende Erfahrung machte sich zu Beginn bemerkbar. Schon in der achten Minute nahm Groener beim 2:4-Rückstand seine erste Auszeit, anschließend verkürzte Naidzinavicius per Siebenmeter auf 3:4. Vor allem in der eigenen Defensive bekam die DHB-Auswahl keinen konsequenten Zugriff auf den kroatischen Angriff.

Das deutsche Spiel blieb fehlerhaft auf beiden Seiten der Platte. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Abwehr, warf Kroatiens Ana Turk den Ball ins leere deutsche Tor zur kroatischen 5:3-Führung. In der eigenen Offensive erzielte die deutsche Mannschaft fünf Minuten keinen Treffer, ehe Naidzinavicius und Emily Bölk mit einem Doppelschlag in der 14. Minute auf 5:6 stellten.

Deutschland blieb auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer leicht im Hintertreffen. In der 25. Minute räumte Dinah Eckerle (Bietigheim) ihren Platz im Tor für Isabell Roch (Metzingen), und Sekunden vor der Halbzeitpause verkürzte Debütantin Julia Maidhof von der HSG Bensheim-Auerbach auf 10:11. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine.

Nach dem Wiederanpfiff wirkte Deutschland entschlossener, glich schnell aus und ging durch Stolle in der 37. Minute erstmals mit 14:13 in Führung. Noch einmal übernahm Kroatien durch einen Doppelschlag in der 41. Minute zum 17:15 die Initiative, doch Deutschland konterte sofort und lag danach immer knapp vorn. Vor allem Kapitänin Naidzinavicius sorgte in den Schlussminuten immer wieder für erfolgreiche Abschlüsse, sodass die DHB-Auswahl zwischenzeitlich auf drei Tore wegzog (23:20, 55. Minute). Die Gastgeberinnen blieben aber bis zur Schlussphase - angetrieben von den Zuschauern in Koprivnica - in Schlagdistanz und erzielten 39 Sekunden vor dem Ende in Überzahl (Bölk bekam 108 Sekunden vor dem Ende eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe) den Ausgleich zum 24:24.

Quelle: SID/tk

Kroatien-Deutschland in Koprivnica 24:24 (11:10)

Deutschland: Eckerle, Roch - Braun, Behrend (2), Behnke (2), Bölk (2), Großmann (2), Maidhof (1), Minevskaja (1), Naidzinavicius (6), Schulze, Schmelzer (2), Smits (1), Stolle (3), Zapf (1), Zschocke (1)

Kroatien: Zadravec (2), Posavec, Karlovcan, Krsnik (4), Posavec, S. (1), Milosavljevic (4), Kapitanovic, Turk (5), Kalaus, Jezic (2), Milosevic, Dezic, Debelic (1), Lackovic, Blazevic (5), Pihevic

Schiedsrichter: Horváth/Marton, Zuschauer: 2500 Zeitstrafen: Kroatien: 8 Minuten - Deutschland: 10 Minuten, Siebenmeter: Kroatien 7/5 - Deutschland 4/4

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17 Tage vor dem WM-Play-off-Hinspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in Kroatien gibt es im Aufgebot von Bundestrainer Henk Groener einen weiteren Wechsel: Rechtsaußen Jenny Behrend vom VfL Oldenburg rutscht für die Leverkuserin Amelie Berger in den Kader.

Groener nominiert Aufgebot für WM-Play-offs


Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu den entscheidenden Spielen um das WM-Ticket ist gemacht: 34 Tage vor dem WM-Play-off-Hinspiel in Kroatien hat Bundestrainer Henk Groener das Aufgebot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft nominiert. Angeführt wird die Mannschaft von Kapitänin Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim), die vor ihrem ersten Pflichtspiel seit knapp 17 Monaten steht. Außerdem feiert ihre Vereinskollegin Kim Braun ihr Pflichtspiel-Debüt.

Im Vergleich zum Länderspiel-Doppelpack im März gegen die Niederlande rücken zudem Torhüterin Isabell Roch (TuS Metzingen) und die Dortmunder Spielmacherin Alina Grijseels nach überstandenen Verletzungen wieder in den deutschen Kader. Rückraumspielerin Maren Weigel laboriert an einer Muskelverletzung in der Wade und wird durch die Leverkusenerin Jennifer Rode ersetzt. Insgesamt setzt Bundestrainer Groener auf den Stamm, der bei der letzten EM 2018 auf der Platte stand: 13 der 16 nominierten Spielerinnen waren in Frankreich dabei.  

„Die Teilnahme bei der WM ist, auch mit dem Blick auf die Olympischen Spiele 2020, unser großes Ziel“, sagt Bundestrainer Henk Groener. „Wir wissen, dass mit den Kroatinnen eine unangenehme Aufgabe auf uns wartet. Wir wollen aber mit Selbstvertrauen auftreten, die letzte Hürde nehmen und die WM-Qualifikation klar machen.“

Ab Montag, 27. Mai, bittet das Trainer-Trio um Groener, Co-Trainerin Heike Horstmann und Torwart-Trainerin Debbie Klijn die 16 Spielerinnen zu einem Lehrgang in Ruit. Die Play-off-Vorbereitung im Schwabenland ist mit Blick auf das am Wochenende zuvor stattfindende Final Four der Handball Bundesliga Frauen in Stuttgart gewählt worden: Gleich elf Akteurinnen im deutschen Aufgebot kämpfen am 25./26. Mai um den DHB-Pokal.

Nach den Tagen in Ruit reist die deutsche Delegation zum WM-Play-off-Hinspiel ins kroatische Koprivnica (Sonntag, 2. Juni, Anwurfzeit noch offen). Drei Tage später, am Mittwoch, 5. Juni, steht dann gegen den 16. der EHF EURO 2018 das entscheidende Rückspiel in der WESTPRESS arena in Hamm auf dem Programm.

Der Sieger dieser beiden Duelle qualifiziert sich für die WM in Japan (29. November bis 15. Dezember). Die WM-Auslosung findet am Freitag, 21. Juni, im WM-Spielort Kumamoto statt.

Karten für den Showdown um die WM-Teilnahme in Westfalen gibt es via dhb.de/tickets, außerdem gibt auch eine besondere Team-Ticket-Aktion. Dieses Angebot ist via dhb.de/teamticket erreichbar.


Das Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Dinah Eckerle (SG BBM Bietigheim), Isabell Roch (TuS Metzingen)
Feld: Marlene Zapf (TuS Metzingen), Amelie Berger (TSV Bayer 04 Leverkusen), Alina Grijseels (BVB Dortmund 09), Meike Schmelzer (Thüringer HC), Xenia Smits (Metz Handball/FRA), Julia Behnke (TuS Metzingen), Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim), Mia Zschocke (TSV Bayer 04 Leverkusen), Emily Bölk (Thüringer HC), Ina Großmann (Thüringer HC), Kim Braun (SG BBM Bietigheim), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim), Alicia Stolle (Thüringer HC), Jennifer Rode (TSV Bayer 04 Leverkusen)

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Frauen treffen in EHF EURO-Qualifikation auf Slowenien, Weißrussland und Kosovo


Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft in der Qualifikation zur EHF EURO 2020 in Norwegen und Dänemark auf Slowenien, Weißrussland und den Kosovo. Das ergab am Abend die Auslosung in Kopenhagen, die im Rahmen der Konferenz der Generalsekretäre aller 50 Mitgliedsverbände der EHF stattfand.

"Die Qualifikationsgruppen sind insgesamt ausgeglichen. Mit Blick auf unsere Gruppe ist das Ziel aber klar die Qualifikation für die EHF EURO", sagt Bundestrainer Henk Groener. "Slowenien ist eine starke Mannschaft, Weißrussland ist schwer einzuschätzen und der Kosovo ist eine Pflichtaufgabe."

Das erste Qualifikationsfenster wird Ende September 2019 ausgetragen. Die DHB-Auswahl startet mit einem Heimspiel gegen Weißrussland, das erste Auswärtsspiel bestreiten Kim Naidzinavicius, Julia Behnke & Co. wenige Tage später im Kosovo. Die Duelle gegen Slowenien folgen im März 2020, die letzten Qualifikationsspiele finden Ende Mai 2020 statt.

Insgesamt treten 28 Mannschaften in der Qualifikation an. Die jeweiligen Sieger und Zweiten der sieben Gruppen qualifizieren sich für das EM-Turnier, das vom 4. bis 20. Dezember 2020 ausgespielt wird. Da es mit Dänemark und Norwegen zwei Gastgeber gibt, die direkt qualifiziert sind, ist im Gegensatz zu früheren Qualifikationen der bestplatzierte Gruppendritte nicht dabei.
 
Die Qualifikationsgruppen in der Übersicht:

Gruppe 1: Niederlande, Spanien, Österreich, Sieger des Vorqualifikationsturnier (mit Finnland, Griechenland und Luxemburg)
Gruppe 2: Montenegro, Ungarn, Italien, Litauen
Gruppe 3: Deutschland, Slowenien, Weißrussland, Kosovo
Gruppe 4: Russland, Serbien, Slowakei, Schweiz
Gruppe 5: Schweden, Tschechien, Mazedonien, Portugal
Gruppe 6: Frankreich, Kroatien, Türkei, Island
Gruppe 7: Rumänien, Polen, Ukraine, Färör Inseln
 
Die Termine der Qualifikationsspiele:
Runde 1: 25./26. September 2019
Runde 2: 28./29. September 2019
Runde 3: 25./26. März 2020
Runde 4: 27/28 März 2020
Runde 5: 27./28. Mai 2020
Runde 6: 31. Mai 2020 (alle Spiele zeitgleich um 16 Uhr)

 

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Deutsche Nationalmannschaft begeistert im Länderspiel vor der Rekordkulisse von 4133 Zuschauern in der großen EWE-Arena gegen die Niederlande und nimmt beim Doppelpack erfolgreich Revanche für die 26:29 Hinspiel-Niederlage

Starke Torhüterleistungen von Dinah Eckerle und Lea Rüther sowie eine kompromisslos agierende Abwehr sichern den 28:27 Achtungserfolg

Lief das Spiel zunächst bis zur 7. Minute noch recht ausgeglichen (4:3), so konnten sich die Deutschen, resultierend durch ihren starken Abwehrverband, der die Holländerinnen zu vermehrten Ballverlusten zwang, zur 12:6 Führung absetzen. Immer wieder waren es die hierdurch vorgetragenen Tempogenstöße, die die Holländerinnen verzweifeln ließen. Angie Geschke in der 19. Minute eingewechselt, konnte unter dem Jubel des Publikums beim 17:10 ihren ersten Treffer landen. Die weiterhin verfolgte Spielweise ließ die Deutschen schließlich zur klaren 19:12 Halbzeitführung kommen.

Hatte bis dahin Torhüterin Dinah Eckerle durch viele Paraden Zeichen gesetzt, so stand ihr nun Lea Rüther in keiner Weise nach. Die durch sie gleich anfangs gehaltenen Bälle ließen die Niederländerinnen noch nicht sofort ihre Aufholjagt beginnen, bei der nun die Oldenburgerin Jenny Behrend bei ihrem ersten Länderspieleinsatz beim 24:16 ihr erstes Tor erzielte. Nunmehr gelang den Niederländerinnen durch ihre aufkommende kämpferische Einstellung und einer hervorragend aufspielenden Estevana Polman (10 Tore), deren Durchsetzungsvermögen kaum zu unterbinden war, mehr Spielanteile. "Man weiß, wohin sie wirft, aber trotzdem geht der Ball ins Tor" so Groener über Polman.

„Wir haben in dieser Zeit kein Mittel gefunden, um zu unserem Spiel -das körperbetonter wurde- zu finden. Zudem hat sich Tess Wester gesteigert und irgendwann kommen dann auch die Nerven ins Spiel. Aber dann haben wir den Fight wieder angenommen“, so Couch Henk Groener über diesen Ablauf des zweiten Durchgangs weiter. Es wurde ein Zitterspiel, als die Niederländerinnen Tor auf Tor aufholten und Martine Smeets gar zum 28:28 ausgleichen konnte.

Auf deutscher Seite aber behielt man die Nerven, wobei es Emili Bölk gelang den Siegtreffer zu erzielen. Unmittelbar nach diesem Treffer aber musste man noch einmal richtig bangen, als Lois Abbingh wenige Sekunden vor Abpfiff frei stehend vor dem Tor auftauchte, aber an der deuschen Torhüterin Lea Rühter scheiterte. Großer Jubel war die Folge.

„Geht rein und begeistert die Zuschauer, dann kommen sie wieder“, hatte Henk Groener seinen Spielerinnen mit auf den Weg gegeben.
Und sie befolgten diesen Ratschlag.
An der Begeisterung der Zuschauer gemessen, war dieser Ratschlag so denn auch goldrichtig.


Gut lachen hatte Henk Groener (Bild Mitte)nach dem teilweise bärenstarken Auftritt
seiner Schützlinge bei der Pressekonferenz
Links auf dem Bild der DHB Verantwortlicher Tobias Krumm und Bild rechts Trainer Emmanuel Mayonnade

Deutschland – Niederlande in Oldenburg 29:28 (19:12)

Deutschland: Eckerle, Rühter – Berger (2), Schmelzer, Reimer (1), Smits (4), Behnke (3), Naidzinavicius (2), Bölk (3), Großmann (1), Weigel (2), Geschke (2), Behrend (1), Schulze (1), Braun (2), Stolle (5/1)

Niederlande: Wester, Jankovic – van der Heijden (4), Abbingh (2), Nüsser, Knippenborg, Steenbakkers, Visser (3), Dulfer, Freriks, Smits, Smeets (5), Malestein (2), Housheer (1), Vollebregt (1), Polman (10/3)

Schiedsrichterinnen: Brehmer/Skowronek – Zuschauer: 4133 – Zeitstrafen: Niederlande: 4 Minuten – Deutschland: 4 Minuten, Siebenmeter: Niederlande 3/3 – Deutschland: 1/5

 

VfL Oldenburg Trainer Niels Bötel konnte sich über die gezeigten Leistungen seiner Schützlinge von Angie Geschke und Jenny Behrend richtig freuen.
„Angie konnte besonders durch ihre Anspiele an den Kreis überzeugen. Jenny kann durch ihr erfolgreiches Debüt, bei dem sie auch ihr erstes Tor erzielte, entspannt in die nächsten Länderspiele gehen. Sie muss  allerdings auch in der Bundesliga beweisen, dass sie dazu gehört. Ich räume ihr gute Chancen ein, den Dreikampf auf ihrer Position zu bestehen.“

Co-Trainerin Heike Horstmann sieht ihre Mannschaft nach dieser Vorstellung für die kommenden Aufgaben gerüstet:

"Wir haben eine überragende erste Halbzeit gesehen, in der unser geforderter Tempohandball grandios umgesetzt wurde. Unsere Abwehr war sehr beweglich und hat den Niederländerinnen kaum Chancen zum Torerfolg gelassen. Zudem stand Dinah Eckerle sicher im Tor und hat nicht nur durch Paraden, sondern auch durch exakt gespielte Pässe zum Tempogegenstoß geglänzt.
Im zweiten Durchgang lief es nicht mehr so reibungslos, trotzdem können wir stolz darauf sein, das Spiel gewonnen zu haben.
Das gibt uns ein gutes Gefühl für die bevorstehende Aufgabe der WM-Qualifikation gegen Kroatien.
"


 

AA

Angie Geschke (oben) und Jenny Behrend in der intensiven Vorbereitungsphase

 

Zufriedene Gesichter von Kim Naidzinavicius, Luisa Schulze, Nele Kurz und Marlene Zapf (von links) nach dem Erfolg
Links hinten: Co-Trainerin Heike Horstmann

Angele Malestein (links) und Estavana Polmann, die die deutsche Abwehr in der 2. Spielhälfte
in arge Schwierigkeiten brachte.
Hier bei der Verbschiedung aus der EWE-Arena

 

 

 

Weiterer Text sowie weitere Bilder folgen.

Text und Bilder: Manfred Manske

 


Deutsche neu formierte Mannschaft bei Abrufung ihres Leistungspotenzials
im Länderspiel gegen die Niederlande auf Augenhöhe

Oldenburg als Veranstalter gut gerüstet

Interview mit Co-Trainerin Heike Horstmann

Frage: Nach dem EM-Qualifikationsländerspiel der deutschen Nationalmannschaft am 17.September 2017 gegen Litauen (26:26) findet nun wieder ein Länderspiel gegen die Niederlande in Oldenburg statt.
Was bedeutet dir die Vergabe eines weiteren Länderspiels nach Oldenburg?

Heike Horstmann: Es ist natürlich immer sehr schön, wenn man in der Heimat ein Länderspiel absolvieren kann. Es zeigt aber vor allem, dass sich Oldenburg auch als Veranstalter bewiesen hat. Durch die gute Organisation der WM 2017, kann man ohne Zweifel auf Oldenburg bauen.

Frage: Die Niederlande ist ein überaus starker Gegner, indem vier ehemalige Spielerinnen des VfL Oldenburg mit Laura van der Heijden, Lois Abbingh, Kelly Dulfer und Tess Wester im Nationalteam stehen. Über die Spielstärke und Torgefährlichkeit von van der Heijden, Lois Abingh sowie auch bei Kelly Dulfer besteht keinerlei Zweifel. Habt ihr ein besonderes Konzept, um diese Spielerinnen unter Kontrolle zu bekommen?

Heike Horstmann:  Durch deine Aufzählung der Spielerin ist bereits eins klar – die Niederlande sind eine durchweg starke Mannschaft. Es sticht kein Star heraus, sondern sie sind auf allen Positionen gefährlich. Von Bedeutung wird sein, deren starke Rückraumachse im Zusammenspiel mit dem Kreis in den Griff zu bekommen.

Frage: Wie schätzt du eure Aussichten ein, nunmehr gegen die Niederlande ein besseres Ergebnis als bei der letzten klaren 23:31 Niederlage bei der WM zu erzielen?

Heike Horstmann: Man kann keine Parallelen zur Niederlage bei der WM 2017 ziehen, da es sich bei unserem Team um eine extrem veränderte Mannschaft handelt. Wenn wir unser vorhandenes Potential abrufen, können wir gegen jeden Gegner mithalten. Das hat der Sensations-Sieg bei der EM 2018 gegen Norwegen gezeigt.

Frage: Wenn man in der letzten Zeit die Bundesligabegegnungen des VfL Oldenburg erlebt hat, so blieben die dort gezeigten Leistungen von Jenny Behrend nicht unbemerkt, sodass ihre Nominierung ins Nationalteam ihre Berechtigung findet.
Wie schätzt du die Perspektiven dieser talentierten Spielerin für eine Nominierung weiterer Länderspieleinsätze ein?

Heike Horstmann: Das hängt von Jenny selber ab. Wenn sie weiterhin so konsequent ihren handballerischen Weg geht und mit Leistung auf sich aufmerksam macht, hat sie natürlich gute Chancen für weitere Länderspieleinsätze.

Manfred Manske

WM-Play-off gegen Kroatien in Hamm

Nimmt die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes Kurs auf Japan? Das entscheidet sich am Mittwoch, 5. Juni, in Hamm. Dann misst sich das Team von Bundestrainer Henk Groener ab voraussichtlich 18.45 Uhr im Play-off-Rückspiel gegen Kroatien. Das Hinspiel findet bereits am 2. Juni in der Sports Hall Fran Galovic in Koprivnica statt. Der Gesamtsieger sichert sich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im japanischen Kumamoto (30. November bis 15. Dezember) und verbleibt im Qualifikationsrennen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.
 
„Kroatien ist die Aufgabe, die wir auf dem Weg nach Japan lösen müssen. Dafür bauen wir im Rückspiel auch auf die Unterstützung unseres Publikums“, sagt Groener. Die WESTPRESS arena fasst 2650 Zuschauer und war bereits Schauplatz mehrerer Länderspiele der Männer und Frauen. Der Kartenvorverkauf für die Partie beginnt in Kürze.
 
In der kommenden Woche bestreitet die Frauen-Nationalmannschaft einen Lehrgang in Leer. Hierzu zählen zwei Länderspiele gegen die Niederlande. Der erste Vergleich in Groningen ist bereits ausverkauft, für das zweite Spiele in der Großen EWE Arena Oldenburg (Samstag, 23. März, 16.45 Uhr) sind noch Karten unter dhb.de/tickets und dhb.de/teamticket erhältlich. Die Partie wird von Sport1 live übertragen.



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Groener beruft 21 Spielerinnen für Länderspiele GERNED

Die Niederlande sind das verbindende Element zwischen der EHF EURO 2018 und den nächsten Aufgaben der Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes: Mitte Dezember unterlag das Team von Bundestrainer Henk Groener dem Nachbarn in der EM-Hauptrunde mit 21:27, in gut drei Wochen machen sich die Handballerinnen auf den Weg zu neuen Zielen. Für den am 18. März im ostfriesischen Leer beginnenden Lehrgang hat Groener 21 Spielerinnen berufen – Teil der Maßnahme sind zwei Länderspiele gegen den EM-Dritten Niederlande (Freitag, 22. März, 19.30 Uhr in Groningen sowie Samstag, 23. März, 16.45 Uhr in Oldenburg – Karten unter dhb.de/tickets).

Nach drei Regionalligalehrgängen und intensivem individuellen Austausch wird Groener das Aufarbeiten der EM in Leer zu Beginn des ersten gemeinsamen Lehrgangs 2019 abschließen. Dann richtet der Niederländer den Fokus bereits auf die WM-Play-offs und damit den im Juni kommenden Gegner Kroatien.

„Zum Stamm des EM-Teams haben wir zahlreiche junge Spielerinnen nominiert, die wir im Umfeld der Nationalmannschaft testen und weiter entwickeln möchten“, sagt Groener. „Mit den Niederlanden haben wir einen starken, für unsere Aufgaben idealen Gegner. Beide Teams können die Länderspiele ohne großen Reisestress bestreiten.“ Das Quartier in Leer liegt nahezu exakt auf halber Strecke zwischen Groningen und Oldenburg.

Kapitänin Kim Naidzinavicius, die mit verletztem Knie im Dezember die EM verpasst hatte, kehrt ins Team zurück. Mia Zschocke, Nachrückerin für Naidzinavicius, steht ebenso im Aufgebot wie die jungen Außen Jenny Behrend und Kim Braun. Torfrau Lea Rühter empfahl sich mit konstant starken Leistungen in der Bundesliga für eine Nominierung.

Nicht nur der bereits ausverkaufte erste Vergleich in Groningen war heiß begehrt, auch das Rückspiel in der Großen EWE Arena in Oldenburg stößt auf großes Interesse: 2200 Fans haben sich bereits ein Ticket gesichert. Karten sind über dhb.de/tickets sowie über die Hotline 01806/997723 (0,20 Euro/Anruf inklusive MwSt. aus dem deutschen Festnetz, maximal 0,60 Euro/Anruf inklusive MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) und an allen CTS-Eventim-Vorverkaufsstellen verfügbar. Unter dhb.de/teamtickets gibt es zudem ein besonderes Team-Angebot.


Das aktuelle Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Julia Behnke (TuS Metzingen), Jenny Behrend (VfL Oldenburg), Amelie Berger (TSV Bayer 04 Leverkusen), Emily Bölk (Thüringer HC), Kim Braun (SG BBM Bietigheim), Dinah Eckerle (SG BBM Bietigheim), Angie Geschke (VfL Oldenburg), Alina Grijseels (Borussia Dortmund), Ina Großmann (Thüringer HC), Shenia Minevskaja (TuS Metzingen), Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim), Isabell Roch (TuS Metzingen), Jennifer Rode (TSV Bayer 04 Leverkusen), Lea Rühter (Buxtehuder SV), Maike Schmelzer (Thüringer HC), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim), Xenia Smits (Metz HB/FRA), Alicia Stolle (Thüringer HC), Maren Weigel (TuS Metzingen), Marlene Zapf (TuS Metzingen), Mia Zschocke (TSV Bayer 04 Leverkusen)

Reserve: Lena Degenhardt (TV Nellingen), Selina Kalmbach (Neckarsulmer SU), Nele Kurzke (TSV Bayer 04 Leverkusen), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Julia Maidhof (HSG Bensheim/Auerbach), Alexandra Mazzucco (Thüringer HC), Nele Reimer (Neckarsulmer SU), Maike Schirmer (Buxtehuder SV), Jennifer Souza (TSV Bayer 04 Leverkusen)

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Länderspiel in Oldenburg beginnt bereits um 16.45 Uhr

Neue Startzeit für das Handball-Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande in Oldenburg: Die Partie beginnt am Samstag, 23. März, bereits um 16.45 Uhr. Grund hierfür ist die Live-Übertragung von SPORT1 im Free-TV.

Karten für das Spiel in der Großen EWE Arena sind unter dhb.de/tickets erhältlich. Bereits am Vortag trifft das Team von Bundestrainer Henk Groener im niederländischen Groningen auf den EM-Dritten. Dieser erste Vergleich mit den Niederlanden ist bereits restlos ausverkauft. Für das Rückspiel in Oldenburg haben sich bisher rund 1900 Zuschauer Karten gesichert.

Frauen testen in Oldenburg die Niederlande


Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft startet das Jahr 2019 mit einem Doppel-Länderspiel gegen die Niederlande. Die Partie vor heimischer Kulisse gegen den Bronzemedaillengewinner der EHF EURO 2018 in Frankreich findet am Samstag, 23. März, in der großen EWE Arena in Oldenburg statt. Spielbeginn ist um 18 Uhr. Tags zuvor, am 22. März, treffen beide Mannschaft bereits im niederländischen Groningen aufeinander.

Karten für das erste Länderspiel nach der EM in Oldenburg sind ab dem morgigen Samstag, 26. Januar, 10 Uhr unter dhb.de/tickets sowie über die Hotline 01806/997723 (0,20 Euro/Anruf inklusive MwSt. aus dem deutschen Festnetz, maximal 0,60 Euro/Anruf inklusive Mehrwertsteuer aus dem deutschen Mobilfunknetz) und an allen Eventim-Vorverkaufsstellen erhältlich. Zudem wird es für die Partie in Oldenburg eine Team-Ticket-Aktion geben, die unter dhb.de/teamticket gebucht werden kann.

"Wir haben die EHF EURO analysiert und wichtige Erkenntnisse gesammelt, die wir auf dem Weg zur WM nach Japan umsetzen wollen", sagt Bundestrainer Henk Groener. "Für unsere Entwicklung sind Gegner mit der Qualität wie die Niederlande daher sehr wichtig, um den positiven Weg der EM fortzuführen.“

Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt nur wenige Wochen zurück. Bei der Endrunde in Frankreich unterlag die DHB-Auswahl Mitte Dezember im letzten Hauptrundenspiel der Niederlande mit 21:27. Die Holländerinnen sicherten sich vier Tage später gegen Rumänien die Bronzemedaille. Kurz nach dem Turnier wurde bekannt gegeben, dass Helle Thomsen die niederländische Mannschaft nicht weiter trainieren wird.  

Oldenburg war in der jüngeren Vergangenheit ein wichtiger Standort für den Frauen-Handball. Zuletzt gastierten die DHB-Frauen im September 2017 in Oldenburg. Damals gab zum Auftakt in die EM-Qualifikation ein 26:26 gegen Litauen. Bei der Heim-WM im Dezember 2017 war die große EWE Arena einer der vier Vorrundenstandorte.

Das Länderspiel gegen die Niederländerinnen schließt die erste gemeinsame Maßnahme der Frauen-Nationalmannschaft im Kalenderjahr 2019 ab. Im Februar absolviert Bundestrainer Groener mit den Spielerinnen drei Regionallehrgänge, die geographisch in Nord/Ost, Süd und West unterteilt sind. Ende Mai/Anfang Juni bestreitet die DHB-Auswahl die WM-Play-Offs gegen Kroatien. Zunächst wartet ein Gastspiel bei den Kroatinnen, ehe vor heimischer Kulisse das WM-Ticket gelöst werden soll.

Terminierungen

Frauen 01.06.19 - 02.06.19 - WM-PLAYOFFS N.N.

04.06.19 - 06.06.19 - WM-PLAYOFFS N.N.

29.11.19 - 15.12.19 - IHF WELTMEISTERSCHAFT Japan

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Laura Steinbach neue Teammanagerin der Frauen-Nationalmannschaft 

Das Funktionsteam der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bekommt prominenten Zuwachs. Laura Steinbach wird die neue Teammanagerin der DHB-Auswahl und damit zukünftig auf organisatorischer Ebene die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener bei allen Maßnahmen begleiten und unterstützen. Die 32-jährige Mutter eines Sohnes löst Wolfgang Sommerfeld ab, der wie abgesprochen sein Amt zum Sommer niedergelegt hat und sich zukünftig auf seine Funktion als Mentor der Eliteförderung konzentrieren wird.

„Zunächst geht ein großer Dank an Wolfgang Sommerfeld für seine tolle Arbeit in den vergangenen Jahren rund um die Frauen-Nationalmannschaft“, sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. „Wir freuen uns sehr, Laura Steinbach wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Mit ihr haben wir die ideale Nachfolgerin als Teammanagerin gefunden. Durch ihre langjährige internationale Erfahrung und die dadurch gewonnenen Kontakte weiß sie, wie eine optimale Organisation rund um Meisterschaften und Länderspiele aussieht, um eine bestmögliche Leistung zu bringen.“  

Die gebürtige Homburgerin streifte in ihrer Karriere insgesamt 116 Mal das Nationaltrikot über und erzielte dabei 241 Tore. Ihr Länderspiel-Debüt feierte die Rückraumspielerin am 7. April 2006 in Riesa gegen Kroatien.

 „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Laura. In den Gesprächen mit ihr habe ich schnell den Eindruck gewonnen, dass sie die Richtige für den Posten ist“, sagt Bundestrainer Henk Groener. „Sie ist eine Frau mit viel Ehrgeiz, hat hohe Ziele und das passt zu unseren Ansprüchen. Sie wird uns mit ihrer internationalen Erfahrung wichtige Impulse für unsere Entwicklung geben.“
  
Mit der deutschen Nationalmannschaft nahm Steinbach im Jahr 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teil. Der größte Erfolg im Nationaldress war der vierte Platz bei der EM 2008 in Mazedonien. Ihr letztes Großturnier mit der DHB-Auswahl bestritt Steinbach im Dezember 2014 bei der Europameisterschaft in Ungarn und Kroatien. Mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen gewann Steinbach im Jahr 2010 den DHB-Pokal, zuletzt war sie in Spanien, der Heimat ihres Ehemanns Iker Romero, aktiv. Im Mai 2017 beendete sie ihre aktive Karriere.

Laura Steinbach: „Ich habe mich sehr gefreut, als die Anfrage kam. Bereits im ersten Telefonat mit Henk hat man gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Handball spielt auch nach dem Ende meiner aktiven Karriere eine große Rolle in meinem Leben. Es war für mich immer eine Ehre, den Adler auf der Brust zu tragen und daher ist die Freude groß, als Teammanagerin in den Kreis der Nationalmannschaft zurückzukehren.“

In ihrer neuen Funktion wird die ehemalige Rückraumspielerin auf einige bekannte Gesichter treffen: Heike Horstmann, seit Januar Co-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft, war auch in der Anfangszeit der aktiven Nationalmannschaftskarriere von Steinbach als Co-Trainerin des damaligen Bundestrainers Armin Emrich an der Seite aktiv. Mit einigen aktiven Nationalspielerinnen ist Steinbach bei ihrem letzten Turnier im DHB-Dress im Dezember 2013 bei der EM gemeinsam auf der Platte aufgelaufen.  

„Mit Heike habe ich bei Olympia 2008 mein größtes sportliches Erlebnis gehabt. Gegen viele Spielerinnen habe ich noch aktiv gespielt oder bin gemeinsam mit ihnen für Deutschland aufgelaufen, von daher freue ich mich sehr auf das Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern“, sagt Steinbach.

Ihr Debüt in der neuen Rolle feiert die neue Teammanagerin der Frauen-Nationalmannschaft Ende September beim Lehrgang in Aschersleben, der am 29. und 30. September mit zwei Länderspielen gegen Russland in Dessau-Roßlau und Nordhausen (Karten unter dhb.de/tickets) abgerundet wird. 

 Frauen- EHF EURO 2018:

Platz Verein Spiele Punkte Diff.
1. Niederlande
5
8
2
2. Rumänien
5
6
8
3. Norwegen
5
6
24
4. Ungarn
5
6
-7
5. Deutschland
5
4
-5
6. Spanien
5
0
-22

Heike Horstmann und Debbie Klijn im Trainerteam der Frauen-Nationalmannschaft
Heike Horstmann 

Bundestrainer Henk Groener und Vorstand Sport Axel Kromer haben zwei weitere Schlüsselpositionen besetzt: Heike Horstmann wird Co-Trainerin und kehrt damit nach knapp zehn Jahren in die Dienste des Deutschen Handballbundes zurück. Zudem übernimmt Debbie Klijn künftig das Training der deutschen Torfrauen.
 
„Der Neuaufbau unserer Frauen-Nationalmannschaft geht Schritt für Schritt voran“, sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes. „Ich freue mich, dass wir Heike Horstmann und Debbie Klijn für das Trainerteam von Henk Groener gewinnen konnten. Dadurch wird unser Staff weiblicher.“
 
Heike Horstmann saß bereits von 2005 bis 2008 als Assistentin des damaligen Bundestrainers Armin Emrich auf der Bank, war selbst Kapitänin der Nationalmannschaft und bestritt unter ihrem Mädchennamen Schmidt insgesamt 168 Länderspiele. Heike Horstmann gewann sowohl als Spielerin als auch als Co-Trainerin 1997 und 2007 WM-Bronze. Mit Groener arbeitete Debbie Klijn schon in der niederländischen Nationalmannschaft zusammen und war in dieser Zeit an WM-Silber 2015 und dem Einzug ins Halbfinale der Olympischen Spiele 2016 beteiligt. Der bisherige Bundestrainer Michael Biegler hatte auf eine Co-Trainerin verzichtet; Debbie Klijn tritt die Nachfolge des bisherigen Torwarttrainers Jan Holpert an.
 
„Heike ist erfahren als Spielerin und auf der Bank. Sie passt als Co-Trainerin sehr gut zu unserem Team und kennt den deutschen Frauen-Handball. Und mit Debbie habe ich für die Niederlande bereits sehr gut und erfolgreich zusammenarbeiten können”, sagt Groener. „Wir haben nicht viel Zeit bis zu den ersten Länderspielen. Deshalb müssen wir gut und effizient arbeiten.“
 
Seit Jahresbeginn war Bundestrainer Henk Groener mit Teammanager Wolfgang Sommerfeld bei zahlreichen Vereinen zu Besuch, um sich und sein sportliches Konzept vor Ort vorzustellen und Kontakt mit den aktuellen und potenziellen Nationalspielerinnen aufzunehmen. Den ersten Lehrgang werden Groener, Horstmann und Klijn vom 19. bis zum 22. Februar im SportCentrum Kamen-Kaiserau bestreiten. Ernst wird es bereits im März mit den nächsten beiden Spielen in der Qualifikation zur EHF EURO 2018 gegen Spanien (Heimspiel am 21./22., Auswärtsspiel am 23./24. März).
 
„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Henk und die Rückkehr ins Umfeld der Frauen-Nationalmannschaft. Ich habe Henk als ruhigen, sehr motivierenden Trainer erlebt, der den Spielerinnen sehr viel Verantwortung überträgt. Seine Erfolge mit den Niederlanden sprechen für sich”, sagt Heike Horstmann. Die gebürtige Plettenbergerin zog bereits als Jugendliche nach Oldenburg und entwickelte sich unter dem legendären Trainer Robert Schumann zu einer der besten deutschen Spielmacherinnen. Die 46-jährige Architektin und Inhaberin der A-Lizenz ist verheiratet und Mutter eines Sohnes.
 
„Ich freue mich auf die Aufgabe, die Mannschaft gemeinsam mit Henk und Heike näher an die Weltspitze zu bringen. Ich persönlich bin froh, dass ich die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Henk weiterführen darf. Es ist zudem schön, den Weg mit Heike anzugehen. Wir kennen uns schon sehr lange und werden unsere Erfahrungen auf und neben dem Spielfeld ins Trainerteam einbringen“, sagt Debbie Klijn. Die 42-Jährige Unternehmerin wechselte 1999 aus Roermond in die Bundesliga und spielte für Leverkusen, Frankfurt/Oder und den Buxtehuder SV. Dort ist sie weiterhin Teil des Trainerteams. Zwischenzeitlich war Debbie Klijn auch in Dänemark für Holstebro aktiv. Für die Niederlande bestritt sie 112 Länderspiele und erreichte bei der WM 2005 in Russland den fünften Platz – dank eines Erfolges gegen Deutschland mit Co-Trainerin Heike Horstmann.
 
„Mit Heike Horstmann haben wir nicht nur eine der renommiertesten deutschen Handballerinnen für die Nationalmannschaft gewonnen, sie ist auch eine ausgewiesene Fachfrau. Debbie Klijn verfügt ebenfalls über das Renommee einer eigenen sehr erfolgreichen internationalen Karriere und Erfahrungen als Torwarttrainerin. Jetzt geht es darum, dass wir uns gemeinsam mit der HBF auf einen erfolgreichen Weg machen”, sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. Bundestrainer Groener informierte die Vertreter der Handball Bundesliga Frauen bei deren turnusmäßiger Tagung am Dienstag in Kassel über die Personalentscheidungen.

Angie Geschke

Angie Geschke vom VfL Oldenburg

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